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Friede
Friede ist für mich, wenn ich einen Vogel fliegen sehe über den abendlichen Himmel, mit kräftigen Flügelschlägen einem fernen Ziel entgegen.
Friede ist für mich, wenn das warme Mondlicht die Wolken verdrängt und der Mond stumm und unpersönlich am Himmel steht in seiner geheimnisvollen Unantastbarkeit.
Friede ist für mich, wenn ein Auto unter dem Fenster vorbeifährt mit leisem Motorengeräusch und helle Lichtstreifen ins Zimmer wirft.
Friede ist für mich, wenn ich allein sitze in meinem Zimmer und nichts sich rührt – bis auf die Uhr, die mich durch ihr leises Ticken ruhig macht und schläfrig.
Friede ist für mich, wenn sie kommen und mich ansehen mit ihren warmen Augen und ich weiß: Sie haben mich gern.
Friede ist für mich, wenn ich in der Sonne liege, eine Zeitung über dem Kopf, und das angenehme Summen des kommenden Schlafs mir in den Ohren klingt.
Friede ist für mich, wenn ich träumen kann meine Träume: Träume vom Frieden. Auch wenn um mich herumKrieg ist.
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