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Was war passiert?
Am 30. März 2000 sollte unser kleiner Renè auf die Welt kommen. Wir freuten uns, dass wir nun auch bald zu den Eltern gehören sollten, die ihr Baby sanft in den Armen wiegen werden, Kinderlieder singen, Brei kochen und
Aber dazu kam es nicht. Am Nachmittag des 30. März hatte ich einen Arzttermin bei meinem Gynäkologen. Ich sollte untersucht und ein CTG sollte geschrieben werden. Das CTG zeigte eine wellenförmige Linie. Ich wunderte mich darüber, aber weil mein Arzt das nicht beanstandete, dachte ich mir, wird dein Kind wohl schlafen! Mein Muttermund war noch völlig geschlossen. Es sollte eine Amnioskopie durchgeführt werden. Mein Gynäkologe ließ sich von seiner Arzthelferin das Metallröhrchen geben und machte die Untersuchung. Aber hatte er wirklich eine Amnioskopie durchgeführt? Das ganze dauerte keine drei Sekunden und war vollkommen schmerzfrei! Und das, obwohl mein Muttermund noch geschlossen war? Angeblich war mit meinem Kind alles in Ordnung. Nun, er war der Arzt und ich musste ihm wohl glauben.
In der Nacht zum 31. März spürte ich ein komisches Ziehen. Also machten wir, mein Mann und ich, uns auf den Weg in die Klinik. Dort wurde dann festgestellt, dass unser Kind “tot” ist. Noch am gleichen Abend gebar ich meinen toten Sohn Renè.
Folgende Diagnose wurde gestellt: Erbsbreiartiges Fruchtwasser bzw. überhaupt keines mehr vorhanden beim Sprengen der Fruchtblase.
Mein Gynäkologe erkannte etwa 15 Stunden davor nicht, dass kein Fruchtwasser mehr vorhanden war, bzw. dieses völlig grün war, obwohl eine Amnioskopie durchgeführt wurde?
Weshalb erzählte mir mein Gynäkologe dann, dass mit meinem Kind alles in Ordnung war? Bei der Amnioskopie hätte er erkennen müssen, dass das Fruchtwasser nicht klar oder milchig, sondern grün war und mein Baby sich in Gefahr befand.
Ebenfalls wa er anscheinend nicht in der Lage, ein CTG zu lesen. Mein Kind hat nicht geschlafen, wie ich als Laie annahm. Im Nachhinein wurde mir von Hebammen und Ärzten auf meine Nachfrage erklärt, dass ein wellenförmiges Aufzeichnen auf ein sterbendes Kind hinweist. Warum konnte er all das als Gynäkologe nicht erkennen?
Diesen “Fall” gab ich im Oktober 2000 deshalb an die zuständige Schlichtungsstelle weiter. Diese schrieb mir im Juni 2002, dass alle Unterlagen beim Versand an die ausgewählte Gutachteerin verloren ging!!! Von der Klinik wurde jedoch der Eingang bestätigt. Was also läuft hier ab? Soll vertuscht werden? Besteht zwischen Gutachterin und meinem Arzt eine Verbindung?
Ich werde nicht aufgeben. Außerdem können die Unterlagen ja nicht jedesmal verschwinden. Doch eines hat man damit auf jeden Fall erreicht. Ein Hinausschieben des “Falles”.
Mein Renè war ein vollkommen ausgetragenes und gesundes Kind. Er könnte heute noch leben, wenn ein Arzt seine Pflichten ernst genommen hätte. Er würde heute wie andere Kinder in seinem Alter herumhüpfen, spielen, seine Umwelt erkunden. Das alles wurde ihm genommen. Die Trauer um meinen Sohn wird mein Leben begleiten.
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