Hilfe für Betroffene

Ich bin selbst eine Betroffene von Fehlgeburten und einer Totgeburt. Deshalb weiß ich nur allzugut, wie man sich nach solchen Erlebnissen fühlt, in welch einem Gefühlschaos man steckt, wie schwer es ist, die Trauer und Hilflosigkeit zu durchleben, sich wieder besser zu fühlen, an eine Zukunft zu denken.

Wenn es mir sehr schlecht geht, und dass ist auch heute nach sechs Jahren manchmal noch der Fall, dann sage ich mir immer wieder, deine Katja und auch dein Vater (er starb kurz danach) würden ganz gewiss nicht wollen, dass ich traurig bin, mich aufgebe!!! Auch wenn sie nicht bei mir sein dürfen, so leben sie doch in meinem Herzen weiter und wenn es mir schlecht geht, so geht es ihnen vielleicht auch schlecht? Also versuche ich mich abzulenken, die vielen Wunder um mich herum wahr zu nehmen, meine erkrankte Seele zu heilen. Ihr werdet jetzt denken, welche Wunder? - Wir sind ständig umgeben von vielen kleinen Wundern, nur müssen wir sie auch entdecken - ein wunderschöner Sonnenuntergang, ein duftender bunter Blumenstrauß, ein gutes Buch, eine schöne Melodie, ein Bild...nicht zu vergessen die vielen Menschen, die uns brauchen und lieben und vielleicht hilflos neben uns stehen und nicht wissen, wie sie uns begegnen sollen, weil wir nun ein anderes Leben voller Trauer führen und vieles, vieles mehr. Ich fand bei meinem Kater immer viel Trost, der mir zuhörte und einfach für mich da war.

Jeder Betroffene muss für sich herausfinden, was ihm gut tut und an sich arbeiten, um wieder zu gesunden. Das sind wir unseren Sternchen, anderen Hinterbliebenen und den Menschen schuldig, die um uns herum leben! Wir dürfen nicht aufgeben. Auch wenn die Trauer uns niemals verlässt, so wird es uns wieder besser gehen, wenn wir etwas dafür tun, so schwer es auch sein mag! Versucht euch in euer Sternchen hineinzudenken, würdet ihr wollen, dass eure Mama oder euer Papa oder auch andere Hinterbliebene im Schmerz versinken?

Was also können wir tun, um mit unserer Trauer zu leben. Wie ich schon sagte, jeder muss für sich das Richtige finden, aber ich möchte einige Hilfestellungen geben. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir berichtet, was euch gut tut, worin ihr Trost findest, was euch geholfen hat oder immer noch hilft. Denn es ist wichtig, unsere Erfahrungen an ebenfalls Betroffene weiter zu geben!

Gedenkecke für eure Sternchen

Richtet für euer Sternchen eine Gedenkecke ein, mit kleinen Geschenken, Bildern, Erinnerungen, Kerzen...


Aufschreiben der Erlebnisse

Schreibt euch alle Erlebnisse von eurer erkrankten Seele und versucht dabei zu verarbeiten, was passierte
Ich selbst habe mir über drei Jahre alles von der Seele geschrieben und so entstand mein Buch “Zum Sterben geboren”


Entspannung finden durch Musik


Malen, wie man sich fühlt

Wer nicht gern schreibt findet eventuell ein Loslassen, in dem er aufmalt, wie er sich fühlt.

Gern veröffentliche ich hier eure Bilder. Vielleicht macht es anderen Mut, es ebenfalls zu versuchen.


Ausmalen von Mandalas

Entwerfen von Mandalas

mehr darüber hier


Einkehr im Kloster Lehnin

psychologische Beratungsgespräche mit einem Seelsorger, Erlernen von Entspannungstechniken, Finden der inneren Ruhe in idyllischer märkischer Landschaft, Möglichkeit einer Physiotherapie und Saunabesuch

mehr darüber hier