Bushido

geboren am

28. Januar 2005

um 3.38 Uhr

Für unseren kleinen

BUSHIDO

3090 g, 50 cm

gestorben am

9. April 2005

Eines Tages gehe ich denselben Weg wie mein geliebtes Kind vor mir
und überquere die Schwelle des Lebens.
Ich laufe über die Regenbogenstrasse.
Am Ende dieser Strasse sehe ich einen grossen Spielplatz
und leuchtende bunte Farben, so wie Kinder sie lieben.
Auf der Wiese spielen die Kinder vergnügt miteinander.
Auf einmal springt ein Kind aus der Gruppe heraus und kommt auf mich zu.
Es schaut mir tief in die Augen, ich erkenne mein Kind.
Es nimmt meine Hand und und sagt: Mama, komm lass uns spielen.
Wir toben, spielen und schmusen.
Es ist als wäre es nie anders gewesen,
alle Schmerzen, alles Leid und die vielen Tränen sind vergessen
und wir sind für immer eins.
Nichts kann uns mehr trennen.

Mein kleiner Prinz, ich werde dich immer tief in meinen Herzen tragen. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke und mich frage: Wieso???

Meine Geschichte

Am 28.01.05 habe ich einen gesunden Sohn zur Welt gebracht, der den Namen Bushido bekam. Alles schien in bester Ordnung zu sein, wir gingen am selben Tag noch nach Hause.
Anfangs haben wir noch Startprobleme gehabt mit dem stillen, doch Dank unserer lieben Hebamme ging das auch ganz schnell besser.
Die Wochen vergingen, schon warst du ein Monat, dann kam der zweite Monat, alles war Bestens. Du warst gesund, was uns der Kinderarzt auch bestätigt hatte. Jeder Tag war ein neues schönes Erlebnis. Doch dann kam der 09.04.05, es war morgens um 06:30, da war die Welt noch ok, ich habe dir noch die Brust gegeben und dich dann wieder in dein Bettchen gelegt. Wenn ich gewusst hätte, was dann passiert, hätte ich das nie gemacht. Um 09:00uhr bin ich nun aufgestanden, weil es auch deine Zeit war, wo du Hunger bekommst, nur dieses Mal nicht. Ich schaute in dein Bett und dann sah ich dich völlig blau. Ich habe geschrien und habe sofort den Notarzt angerufen und in der Zeit bis der Arzt kam, versuchte ich mit aller kraft dich wieder zu beleben, aber vergebens.10 min später kann der Arzt, die haben mich rausgeschickt, damit sie dich zurück ins Leben holen konnten, doch ich habe geschrien. Nach 2 Minuten später kam der Arzt zu mir und sagte mir nur, dass es zu spät war. Die Polizei und der Bestatter kamen und machten den Bericht, da der Arzt als Todesursache unbekannt schrieb. Meine Hebamme kam und wollte mich trösten, doch es nützte nichts, da ich mein liebsten Schatz verlor. Der Kleine durfte dann noch zwei Stunden bei uns bleiben, er lag so friedlich in seinem Bett. Der Pfarrer hatte dann mit uns noch an seinem Bett gebetet, nachdem ich ihm seine Lieblingssachen angezogen hatte. Dann hieß es warten, was die Autopsie sagte. Es vergingen Stunden, ich habe immer wieder angerufen, ob sie mir was sagen können, wieso er verstorben war. Nach 13 Stunden warten kam der Anruf, dass es der plötzliche Kindstod war, vor dem sich alle fürchten. Wir hatten dich bis zur deiner Beerdigung noch drei Mal gesehen, du sahst so hübsch aus und friedlich. Auch wenn jetzt einige Menschen denken, wie man sein totes Kind noch besuchen kann, bevor es beerdigt wurde, darauf kann ich nur sagen, egal, ob tot oder lebendig, es bleibt dein Kind. Ich denke mal wenn, alle Eltern diese Chancen hätten, würden sie es auch machen.