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Meine Geschichte
Wir wünschten uns sehnlichst ein Kind, deshalb setzte ich im letztem Sommer die Pille ab. Ich wurde auch sofort schwanger. Die Freude war riesengroß, der errechnete Termin war der 6.6.05 ein Sommerkind so wie gewünscht... Obwohl man natürlich noch keinen Bauch sehen konnte, fragte mich jeder ob wir Nachwuchs bekämen. Es war ein tolles Gefühl Schwanger auszusehen ohne dass man es jemanden erzählte.
Mir ging es fantastisch, ich hatte keine Schwangerschaftsbeschwerden, und alles lief super und Bruno (so nannten wir unser Kind im Bauch) entwickelte sich immer zeitgemäß. Im Dezember 2004 machten wir noch 3 Wochen Urlaub, und mein Bauch fing an zu wachsen.
Jede Woche machten wir Fotos vom Babybauch, um Bruno später mal zu zeigen wo er mal war. Wir malten uns die schönsten Bilder von der Zukunft aus. Wir waren so glücklich.
Da ich im Hotel tätig bin, musste ich über Weihnachten /Neujahr sehr viel arbeiten, was ganz schön anstrengend war. Dann kam endlich mein langersehnter freier Tag, der 12.01.05!
Ich lag auf der Couch und redete mit meinem Baby, plötzlich machte es "stubbs" und ich konnte die zarten Händchen und Füßchen spüren. Dieses Gefühl werde ich immer in mir tragen.
Doch dann kam alles anders. Mittwoch, den 26.01.05 kamen meine Schwiegereltern zu Besuch und wir machten eine Baby- Shoppingtour.
Donnerstag machten wir bei wunderschönen Wetter eine Winterwanderung. Mir gings wie immer super und Bruno war ein sehr aktives Kind im Bauch.
Am Nachmittag hatte ich einen Termin bei meiner FÄ. Wir freuten uns riesig, denn schließlich wussten wir ja noch nicht obs Männlein oder Weiblein werden würde. Dann endlich machte meine FÄ Ultraschall. Ganz gespannt sahen wir auf den Monitor. Auf einmal bemerkte ich einen ernsten Blick der Ärztin, was ich nicht verstand, denn Bruno bewegte sich unaufhörlich. Sie fragte mich ob ich Fruchtwasser verloren hätte, diese Frage beneinte ich. Sie schickte mich sofort in Die Frauenklinik, die das genauer prüfen sollten. Es war der totale Schock für uns. Wir fuhren wie im Trance nach Hause und ich packte meine Tasche und dann fuhren wir ins KH. Die schlimmsten Gedanken rasten mir durch den Kopf.
Dort angekomm mussten wir lange auf einen Arzt warten. In den folgenden Tagen wurden mit mir viele Untersuchungen und Tests gemacht. Unter anderen wurde mir Fruchtwasser entnommen und aufgefüllt! Und wir erfuhren das wir einen Jungen erwarteten.
Ergebnisse brachten dann alles ans Licht. Mein Kind hatte keine Nieren und konnte damit kein Fw mehr produzieren. Die Lunge und das kleine Herz machten auch nicht mehr das was sie machen sollten. Der Arzt sagte, wenn mein Sohn auf die Welt kommen „würde“, würde er sofort sterben. Nun hieß es entweder abwarten bis es stirbt oder SSabruch. Wir entschieden uns für zweiteres, um Bruno und uns das Leid zu nehmen. Die Geburt wurde eingeleitet.
Ich bekam 2 Tage Gel in die Scheide, dass den Muttermund weich machen sollte, später wurde ich an den Tropf gelegt. Ich bekam 3 Stück, bevor was passierte. Es war so schrecklich, ich merkte die ganze Zeit wie sich mein kleiner bewegte. Er wollte mich nicht verlassen. Doch irgendwann bemerkte ich nichts mehr, da wusste ich das er tot war. Heul, Heul…
Nachdem ich 12 Stunden jede Minute eine Wehe und schreckliche Rückenschmerzen hatte, brachte ich Bruno um 19.40 Uhr still zur Welt. Ich war unsicher ihn zu sehen, doch die Hebamme ermutigte mich.(danke dafür) Er hatte schwarze Haare, wie ich…und er lächelte sogar. Ich streichelte ihn und verabschiedete mich.
Danach wurde ich in den OP geschoben.
Am nächsten Tag bekam ich noch eine Karte mit Fotos und Fußabdruck vom Krankenhaus.
Am 25.02.05 war die Beerdigung. Bruno kam in das Grab meines Opas. So ist er nicht alleine. Es war ein schwerer Gang aber auch ein sehr wichtiger. Wir wissen das er nicht alleine ist und wir uns irgendwann mal kennen lernen werden. Er bekam 23 weiße Rosen auf sein Grab, für jede Woche die er in mir sein durfte und wir Ihn unsere Liebe schenken durften!
Bruno wir vermissen dich sehr, wir danken dir für die 160 Tage in denen wir dich spüren durften.
Du wirst immer einen Großen Platz in unseren Herzen haben.
Deine dich immer liebenden
Eltern
Sarah und Dirk
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